02.04.–02.05.2026
Christoph Marti, Clara Isabel Baumann Gama, Clemens Wild, David Jacot, Jürg Zesiger, Marco Glauser, Pia Heim, Philomena Heinel & Sandrine Mbala

Exhibition View

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Clara Baumann Gama

left: David Jacot, right: Clemens Wild

Jürg Zesiger

Sandrine Mbala

Philomena Heinel

Clemens Wild

left & middle: Clemens Wild, right: Marco Glauser

Pia Heim

left: Clara Baumann Gama, right: Marco Glauser

left: Philomena Heinel, Sandrine Mbala, middle: Clemens Wild, right: Jürg Zesiger, Pia Heim

Sandrine Mbala

T-shirt edition produced by Milieu and Rohling on occasion of the exhibition
Als wir beim Atelier Rohling anklopften, weil wir gerne eine Ausstellung mit ihnen machen wollten, wussten wir, dass uns interessante Werke erwarten. Natürlich wussten wir das, sonst hätten wir nicht angeklopft. Wir hatten aber nicht erwartet, dass wir so eine Fülle an unglaublich starken Werken von sehr diversen künstlerischen Auseinandersetzungen antreffen würden. Wir wurden mit offenen Armen empfangen und durften von allem, was im Atelier Rohling entsteht, frei auswählen, was uns ansprach. Dicke Mappen und unzählige Schubladen voller Kunst haben wir durchwühlt. Wir konnten längst nicht alles in diesem kleinen Kunstraum ausstellen, was uns gefallen hat. So ist dies nur ein kleiner Einblick durch die Augen des Milieu-Teams in die unendlichen Universen, die es im Atelier Rohling zu erleben gibt. Wir hoffen, es macht dem Publikum genauso viel Freude in diese Universen einzutauchen, wie es uns gemacht hat.
Marco Glauser lädt uns ein, gemeinsam mit seinem Alter Ego Fatman Marco, dem Dinosaurierforscher, Abenteuer zu erleben. In einer Welt, in der Wesen der Urzeit „sexy Anime Girls“ begegnen, ist immer wieder auch Glausers Stimme zu hören, die Kommentare zu Popkultur und persönlichem Erleben macht. Es gibt Sätze, die Glauser unverändert mehrmals niederschreibt. Nun, ich weiss nicht, wie es dir geht, aber ich finde, es gibt im Leben durchaus manchmal Sätze, die man wiederholen muss.
Bei Philomena Heinel machen wir eine Reise in Länder voller Farbe und abstrakter Formen. Ihre Bilder werden dadurch, dass sie ornamentale Regeln verfolgt, die sie wohl dosiert im nächsten Moment gleich wieder bricht, dynamisch und lebendig. Ich würde gerne in ihren Bildern Ferien machen und mich ausruhen.
Clemens Wild ist ein Beobachter. Er entdeckt Sachen, die nicht allen von uns auffallen und bringt uns durch seine Zeichnungen dazu, hinzuschauen. Gerade Menschen am Rand der Gesellschaft bringt er dadurch ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Viele Werke von Wild stellen Putzfrauen oder Frauen, die Care-Arbeit leisten, dar. Es gibt aber auch einen trockenen Humor, der sich immer wieder in seine Arbeiten einschleicht. Da fällt mir ein, dass ich wieder einmal mit den Putzkräften im Treppenhaus einen Schwatz halten sollte.
Sandrine Mbala entwirft mit stilsicherem Strich ausdrucksstarke Figuren, die manchmal Tiere und manchmal Menschen sind, manchmal übers Blatt kullern und manchmal fröhlich oder angestrengt sind. Was sie aber immer machen, ist, mich zum Schmunzeln zu bringen. Ich glaube, diese Figuren könnten meine Freunde sein.
Viele Bilder von David Jacot zeigen Akte und Liebespaare. Mit zärtlichem Strich bringt er seine Figuren zum Schmusen. Wenn man seinen Portraits in die Augen schaut, sieht man, dass es weniger um Erotik als um Empathie geht. Es fühlt sich gut an, gestreichelt zu werden.
Pia Heim zeigt uns in kleinen, fein gearbeiteten Zeichnungen mit heiterer Farbigkeit träumerische Transformationen alltäglicher Gegenstände. Was würde man wohl träumen, wenn man eine Nacht in ihrem „Zelt-Bett“ verbringen würde?
Das Bild Chaos (2025) von Jürg Zesiger ist Teil einer Serie des Künstlers, die sich mit der Entstehung der Materie auseinandersetzt. Und tatsächlich be-wegt sich das Bild zwischen Figuration und Abstraktion. Manche Stellen sind reine Formen und Farben, während an anderen schon klarer ausgestaltete, fast landschaftliche Momente erscheinen. Es ist fast wie diese Millisekunde, in der im Kopf eine Idee entsteht, bevor man weiss, was diese Idee ist.
Christoph Marti führt uns in abstrakte Gefilde, in denen alles einem strengen 1cm-Raster verpflichtet ist. Durch Segmente fein abgestimmter Farbkombi-nationen entsteht ein rhythmischer Wohlklang. Wenn ich diese Bilder lange anschaue, meine ich die Musik zu hören, die in ihnen gespeichert ist.
Clara Isabel Baumann Gama erstellt endlose Listen. Und wenn die Liste endet, beginnt eine neue noch direkt auf dem selben Blatt. Auf den Listen finden wir Songtitel und poetische Erfindungen. Sie gibt dadurch der Welt eine subjektive Ordnung. Für das Publikum ist es ein Strom aus Sprache und Zeichnung, in dem wir immer wieder kleine Perlen entdecken können. „ImAliveyourgood“? Danke, das tut gut zu hören!
Text: Hannes Zulauf
Mit freundlicher Unterstützung von/Kindly supported by:
Pro Helvetia | Kultur Stadt Bern | Swisslos Lotteriefonds Kanton Bern | Burgergemeinde Bern | Temperatio | GVB Kulturstiftung
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02.04.–02.05.2026
Christoph Marti, Clara Isabel Baumann Gama, Clemens Wild, David Jacot, Jürg Zesiger, Marco Glauser, Pia Heim, Philomena Heinel & Sandrine Mbala

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Clara Baumann Gama

left: David Jacot, right: Clemens Wild

Jürg Zesiger

Sandrine Mbala

Philomena Heinel

Clemens Wild

left & middle: Clemens Wild, right: Marco Glauser

Pia Heim

left: Clara Baumann Gama, right: Marco Glauser

left: Philomena Heinel, Sandrine Mbala, middle: Clemens Wild, right: Jürg Zesiger, Pia Heim

Sandrine Mbala

T-shirt edition produced by Milieu and Rohling on occasion of the exhibition
Als wir beim Atelier Rohling anklopften, weil wir gerne eine Ausstellung mit ihnen machen wollten, wussten wir, dass uns interessante Werke erwarten. Natürlich wussten wir das, sonst hätten wir nicht angeklopft. Wir hatten aber nicht erwartet, dass wir so eine Fülle an unglaublich starken Werken von sehr diversen künstlerischen Auseinandersetzungen antreffen würden. Wir wurden mit offenen Armen empfangen und durften von allem, was im Atelier Rohling entsteht, frei auswählen, was uns ansprach. Dicke Mappen und unzählige Schubladen voller Kunst haben wir durchwühlt. Wir konnten längst nicht alles in diesem kleinen Kunstraum ausstellen, was uns gefallen hat. So ist dies nur ein kleiner Einblick durch die Augen des Milieu-Teams in die unendlichen Universen, die es im Atelier Rohling zu erleben gibt. Wir hoffen, es macht dem Publikum genauso viel Freude in diese Universen einzutauchen, wie es uns gemacht hat.
Marco Glauser lädt uns ein, gemeinsam mit seinem Alter Ego Fatman Marco, dem Dinosaurierforscher, Abenteuer zu erleben. In einer Welt, in der Wesen der Urzeit „sexy Anime Girls“ begegnen, ist immer wieder auch Glausers Stimme zu hören, die Kommentare zu Popkultur und persönlichem Erleben macht. Es gibt Sätze, die Glauser unverändert mehrmals niederschreibt. Nun, ich weiss nicht, wie es dir geht, aber ich finde, es gibt im Leben durchaus manchmal Sätze, die man wiederholen muss.
Bei Philomena Heinel machen wir eine Reise in Länder voller Farbe und abstrakter Formen. Ihre Bilder werden dadurch, dass sie ornamentale Regeln verfolgt, die sie wohl dosiert im nächsten Moment gleich wieder bricht, dynamisch und lebendig. Ich würde gerne in ihren Bildern Ferien machen und mich ausruhen.
Clemens Wild ist ein Beobachter. Er entdeckt Sachen, die nicht allen von uns auffallen und bringt uns durch seine Zeichnungen dazu, hinzuschauen. Gerade Menschen am Rand der Gesellschaft bringt er dadurch ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Viele Werke von Wild stellen Putzfrauen oder Frauen, die Care-Arbeit leisten, dar. Es gibt aber auch einen trockenen Humor, der sich immer wieder in seine Arbeiten einschleicht. Da fällt mir ein, dass ich wieder einmal mit den Putzkräften im Treppenhaus einen Schwatz halten sollte.
Sandrine Mbala entwirft mit stilsicherem Strich ausdrucksstarke Figuren, die manchmal Tiere und manchmal Menschen sind, manchmal übers Blatt kullern und manchmal fröhlich oder angestrengt sind. Was sie aber immer machen, ist, mich zum Schmunzeln zu bringen. Ich glaube, diese Figuren könnten meine Freunde sein.
Viele Bilder von David Jacot zeigen Akte und Liebespaare. Mit zärtlichem Strich bringt er seine Figuren zum Schmusen. Wenn man seinen Portraits in die Augen schaut, sieht man, dass es weniger um Erotik als um Empathie geht. Es fühlt sich gut an, gestreichelt zu werden.
Pia Heim zeigt uns in kleinen, fein gearbeiteten Zeichnungen mit heiterer Farbigkeit träumerische Transformationen alltäglicher Gegenstände. Was würde man wohl träumen, wenn man eine Nacht in ihrem „Zelt-Bett“ ver-bringen würde?
Das Bild Chaos (2025) von Jürg Zesiger ist Teil einer Serie des Künstlers, die sich mit der Entstehung der Materie auseinandersetzt. Und tatsächlich be-wegt sich das Bild zwischen Figuration und Abstraktion. Manche Stellen sind reine Formen und Farben, während an anderen schon klarer ausgestaltete, fast landschaftliche Momente erscheinen. Es ist fast wie diese Millisekunde, in der im Kopf eine Idee entsteht, bevor man weiss, was diese Idee ist.
Christoph Marti führt uns in abstrakte Gefilde, in denen alles einem strengen 1cm-Raster verpflichtet ist. Durch Segmente fein abgestimmter Farbkombi-nationen entsteht ein rhythmischer Wohlklang. Wenn ich diese Bilder lange anschaue, meine ich die Musik zu hören, die in ihnen gespeichert ist.
Clara Isabel Baumann Gama erstellt endlose Listen. Und wenn die Liste endet, beginnt eine neue noch direkt auf dem selben Blatt. Auf den Listen finden wir Songtitel und poetische Erfindungen. Sie gibt dadurch der Welt eine subjektive Ordnung. Für das Publikum ist es ein Strom aus Sprache und Zeichnung, in dem wir immer wieder kleine Perlen entdecken können. „ImAliveyourgood“? Danke, das tut gut zu hören!
Text: Hannes Zulauf
Mit freundlicher Unterstützung von/Kindly supported by:
Pro Helvetia | Kultur Stadt Bern | Swisslos Lotteriefonds Kanton Bern | Burgergemeinde Bern | Temperatio | GVB Kulturstiftung
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